Projekt
Heute ist das Gelände am Rand von Faulensee eine grüne Brache. Nun soll auf der Restfläche der erschlossenen Bauzone eine innovative Überbauung entstehen. Geplant sind drei Gebäude mit insgesamt ca. 20 Familien- und kleineren Wohnungen.
Zwei zweigeschossige Chalets – «Wildrose» und «Hasel» – setzen das bestehende Quartier fort und verbinden dieses mit dem «Waldhaus», einem neungeschossigen Gebäude näher beim Wald.
Dank der kompakten Bebauung bleibt der durchfliessende Steilhang grösstenteils grün. Er wird mit hochstämmigen Obst- und Nussbäumen bepflanzt und wieder an die früheren «Hostetten» in Faulensee erinnern.
Bänder aus Feldgehölzen und Sträuchern werden den Hang so gliedern, wie das für die Region einst ebenfalls typisch war. Die Gehölze und Sträucher stützen die steilsten Stellen der Böschung, säumen die Wege und führen in die Wiese hinein.
Das 29 Meter hohe «Waldhaus» besteht aus zwei leicht voneinander abgedrehten Baukörpern, die in der Höhe dem Hang entsprechend gestaffelt sind.
Optisch lehnt sich das Gebäude an den Wald an: Es ist weniger hoch als die Baumkronen und verschmilzt dank passender Farbe und Holzfassade weitgehend mit dem Hintergrund. Mit der gebänderten Fassade und dem muralen Sockel nimmt es Elemente der traditionellen Bauweise auf.
Aus der Ferne wird das «Waldhaus» weniger hervorstechen als einzelne hell gestrichene Häuser im bestehenden Quartier. In der Thunersee-Region gibt es mit den Kurhäusern und Hotels eine architektonische Tradition grösserer Gebäude.
Kurzzeitvermietung verboten
Kurzzeitige Vermietungen sind ausgeschlossen. Die Gemeinde gibt in der Zone mit Planungspflicht explizit vor: «Wohnnutzungen (Erst- und Zweitwohnungen) dürfen nicht für kurzzeitige touristische Übernachtungszwecke vermietet werden.» Als kurzzeitig gilt eine Vermietung von weniger als fünf aufeinanderfolgenden Nächten. Der Zweitwohnungsanteil ist auf maximal 20 % beschränkt. Es dürfen somit höchstens vier Wohnungen als Zweitwohnungen genutzt werden, alle übrigen Wohnungen sind als Erstwohnungen vorgesehen.
«Mir gefällt das ‹Waldhaus›: Es passt sich dank Holzfassade und passender Farbe dem Wald an. Tradition, Innovation und Natur verschmelzen auf gelungene Weise.»
Bruno Martig · SVP
Leiter Agentur Regionalbank
«Wir müssen Sorge tragen zur Siedlungsstruktur in den Bäuerten. Genügend Grünfläche zwischen den Häusern ermöglicht das Versickern von Regenwasser. Das schaffen wir durch Verdichtung im Baugebiet.»
Benjamin Ritter · GRÜNE
Baubiologe